Tipps zur Ranzenauswahl 2018-02-18T23:42:50+00:00

Was Sie beim Schulranzen-Kauf unbedingt beachten sollten!

Schulranzen ist nicht gleich Schulranzen. Es gibt viele Unterscheidungsmerkmale bei den Schulranzen und einige Überlegungen, die man anstellen sollte bevor man sich für ein bestimmtes Modell entscheidet. Ein Beispiel dafür könnte die Frage sein, ob das Kind einen Schulweg mit gefährlichem Straßenverkehr zurücklegen muss und man daher einen Ranzen mit Leuchtfarbenflächen benutzen sollte.

Das Wichtigste ist aber die Passform des Schulranzens!

Wir haben eine kleine Animation unter Youtube stehen, bei der man sehen kann, was man alles beachten sollte: http://youtu.be/mHnePk4_V7g.  Aber wirklich entscheidend ist, dass der Schulranzen zum Rücken Ihres Kindes passt.
Es verhält sich ähnlich, wie beim Kauf von Schuhen: Passt das Produkt nicht richtig, kann es Druckstellen geben, oder zu sehr wackeln und Reiben. Bei Schulranzen kann das falsche Produkt im schlimmsten Fall zu Fehlhaltungen führen und bei einer dauerhaften Fehlhaltung zu einer unnatürlichen Verformung der Wirbelsäule. Denn im kindlichen Alter ist die Wirbelsäule noch relativ weich, empfindlich und leicht verformbar. Im Extremfall können die Kinder ein Rückenleiden, bzw. Rückenschmerzen bekommen. Gerade in der heutigen Zeit, in welcher die meisten Kinder unter Bewegungsmangel leiden (früher wurde deutlich mehr draußen gespielt) sollte man der Passform des Schulranzens besondere Beachtung schenken.

Wir empfehlen Ihnen daher in jedem Fall ein Anprobieren möglichst vieler verschiedener Schulranzenmodelle!

Auch die führenden Markenhersteller wissen, wie wichtig die Passform für den Kinderrücken ist. Und da die Kinder nun einmal sehr unterschiedlich sind in Größe, Breite und Rückenform, bieten die Markenhersteller in der Regel mehrere verschiedene Modelle an. So hat zum Beispiel Scout zur Zeit fünf verschiedene Typen, Step by Step vier, und McNeill drei verschiedene Ranzenmodelle. Dies allein sind schon 12 unterschiedliche Passformen und manchmal passt davon keiner optimal. Wir führen die Schulranzenmodelle aller führenden Markenhersteller und sehen die Passform als oberstes Gebot!

Der beste Schulranzen für Ihr Kind ist also nicht unbedingt der Teuerste.
Viele Eltern kamen schon in unser Ladengeschäft und erklärten sogleich, dass sie einen guten Schulranzen für ihr Kind haben möchten und dass es auf den Preis nicht ankomme. Und gar manches mal war das Erstaunen groß, als wir beim Anprobieren zu einem Modell kamen, welches eben gerade nicht zu den teureren Modellen gehörte. Auch dies verstehen wir unter einer guten, ehrlichen Beratung, nämlich dass man nicht versucht ein möglichst teures Produkt zu verkaufen sondern ein möglichst Gutes.

Wer seinem Kind etwas Gutes tun möchte, der sollte ein Geschäft mit möglichst großer Auswahl aufsuchen!

Welchen Nutzen haben Schulranzen-Testergebnisse?

Zunächst einmal gilt zu unterscheiden, um welche Testergebnisse es sich handelt. Im Internet findet man unter dem Suchbegriff „Schulranzen-Test“ sehr viele Ergebnisse. Manche dieser Ergebnisseiten sind sehr schön dargestellt und verweisen „praktischerweise“ gleich auf Onlineshops, oder Verkaufsplattformen. Hier raten wir zu Vorsicht! Bei genauer Betrachtung werden dort vielfach Schulranzen als Testsieger bezeichnet, ohne dass man erkennen könnte, wer, was und wie getestet haben soll. Auf solchen Seiten fanden wir sogar schon Schulranzenmodelle, als angebliche Testsieger, welche nach unserer Erfahrung nur für wenige Kinder geeignet sind.

Wenn man sich also an Schulranzen-Tests orientieren möchte, sollte man darauf achten, dass man nur den Ergebnissen der namhaften Tester vertraut.
Mit großem Aufwand stellen „Stiftung Warentest“ und „Ökotest“ die Ranzen auf die Probe und bewerten nach festgelegten Maßstäben. Allerdings legen auch diese beiden namhaften Test-Institutionen jeweils nach ihren eigenen Maßstäben und diese sind naturgemäß unterschiedlich ausgelegt. Während Stiftung Warentest ein großes Augenmerk auf die Verkehrssicherheit der Ranzen legt, ist für Ökotest insbesondere die Schadstofffreiheit von großer Bedeutung. So kann ein Testsieger von Stiftung Warentest auf einem schlechten Platz bei Ökotest landen und auch anders herum.

So besteht die Gefahr, dass zum Beispiel die Eltern eines Allergiker-Kindes mit den Testergebnissen von Stiftung Warentest schlecht beraten sein könnten, oder die Eltern, deren Kind einen Schulweg über gefährlichen Straßenverkehr zu bewältigen hat, mit einem Testsieger von Ökotest völlig falsch liegen könnten.

Vor allen Dingen aber werden die Testergebnisse selbst der beiden großen renommierten Tester der ganz wesentlichen Tatsache nicht gerecht, dass ein Schulranzen ordnungsgemäß zum Rücken eines Kindes passen soll. Auch wenn Stiftung Warentest überprüft, ob ein Schulranzen ein ergonomisch geformtes Rückenpolster hat, so lässt sich daraus nicht entnehmen, dass ein Testsieger-Modell auch tatsächlich zum Rücken eines  bestimmten Kindes passt.
Die bekannten Markenhersteller haben teilweise drei, vier, oder fünf verschiedene Modelle in ihrem Sortiment, weil sie wissen, dass manche nur für kleiner, andere für zierlichere, für größere, oder stabilere Kinder geeignet sind. Die einen Rückenpolster wurden für Kinder mit einem leichten Hohlkreuz konstruiert, andere Rückenpolster sind eher auf Kinder mit recht geradem Rücken, oder einem leichten Buckelchen gebaut worden,

Genau diesem, doch so wesentlichen Aspekt der Passform, werden alle Testergebnisse nicht gerecht!
Die Rückenform der Kinder ist nicht vorher bestimmbar, sondern kann nur durch Anprobieren ermittelt werden! Daher kann man auch die Testergebnisse der namhaften Tester nur bedingt nutzen. Wer sich auf den einen oder anderen Testsieger versteift, kann damit einen fatalen Fehler für die Rückengesundheit seines Kindes begehen.